[23.04.2012] - Am 21.04.2012 nahm die CDU-Fraktion aus der Gemeindevertretung Stockstadt die Einladung des Überlandwerk Groß-Gerau (ÜWG) an und informierte sich im GEOlife-Geothermie-Erlebniszentrum in Groß-Gerau über diese relativ neue Technologie und das durch die ÜWG vorangetriebene GEO-Thermieprojekt im Ried.
Die Wärme im Inneren der Erde stellt eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle dar. Mit der Geothermietechnologie, für die Bohrungen in eine Tiefe bis zu 3.000 m getrieben werden, wird die Oberfläche der Erde nur "angekratzt". Jedoch reicht die Wärme in dieser Tiefe schon aus, um Wärme für die Stromerzeugung und zur Nutzung als Fernwärme zu gewinnen.
Da Erdwärme 24 Stunde am Tag an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung steht, ist sie ein wesentlicher Baustein bei der Energiewende, da sie Grundlastfähig ist. Mit dieser Eigenschaft ist sie eine wichtige Ergänzung zu Solar- und Windenergie, die von der jeweiligen Wetterlage abhängig sind.
An den ausgestellten Exponaten und Informationswänden erklärte der Unternehmenssprecher des ÜWG, Herr Glöckner, der CDU-Fraktion die Geothermie. Er stellte unter anderem die verschiedenen Verfahren der geothermischen Energiegewinnung vor und versicherte, dass hier ausschließlich das risikoarme hydrothermale Verfahren in Frage kommt.
Neben den Chancen der Technologie wurden auch die Risiken angesprochen. Positiv nahm die CDU-Fraktion auf, dass diese wie die Sorgen der anliegenden Bevölkerung vom ÜWG sehr ernst genommen werden. Seitens der ÜWG wird ein öffentlicher Dialog in Aussicht gestellt, bei dem die Öffentlichkeit in die Entscheidung zum Kraftwerksbau eingebunden werden soll.
So verlebte die CDU-Fraktion im GEOlife einen informativen und erlebnisreichen Nachmittag. Das der Stockstädter Bürgermeister, Thomas Raschel, als 1000. Besucher des GEOlifes begrüßt wurde, war ein weiteres Highlight der Veranstaltung. Den vom ÜWG hierfür überreichten Experimentierkasten will er dem Förderverein der Insel-Kühkopf-Schule für dessen AGs zur Verfügung stellen.
Herr Glöckner, der Unternehmenssprecher der ÜWG, begrüßt Thomas Raschel als 1000. Besucher